Newsletter Nr. 2/2026

Nach dem ersten Trimester folgt nun das zweite...

146 Kinder, davon 18 mit Einschränkungen, besuchen seit Januar 2026 die Schule und haben sich nun auch für das 2. Trimester zurückgemeldet.

Im 1. Trimester besuchten Sabine Albrecht, Schulleiterin der Lindenrealschule in Stuttgart mit ihrer Freundin, sowie Pia Zielke, die als 9. Klässlerin ein Sozialpraktikum machte und Ulla Heinemann die Schule. Das Lehren und Lernen im Kindergarten hat sich gut entwickelt, die Lehrerinnen arbeiten mit neuen Methoden und Materialien. Die behinderten Kinder werden von 4 Schulbegleiterinnen unterstützt. Für das nun 2. Trimester wird noch für Joel ein Lehrer für Blinde an die Schule kommen. Joel ist ganz begeistert über seinen Blindenstock, mit dem er nun autark das Schulgelände erkunden kann.

Zwei Studentinnen der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden haben, unterstützt vom 1. Vorsitzenden Prof. Michael Heinemann, im März ein Musikprojekt an Zinunula durchgeführt. Begeistert haben die Schüler der Grundschule gelernt, zweistimmig zu singen. Dank des Engagements von Hanna Zielke stellte die Grundschule im Kreuzerfeld in Rottenburg  die nicht mehr gebrauchten Blasinstrumente der ehemaligen Bläserklasse der Schule Zinunula zur Verfügung. Nun können die Kinder in Zinunula Instrumente erlernen und eine kleine Band gründen. Blasmusik bei Auftritten und Umzügen der Schulen ist momentan der Hype.

In der Grundschule hat die erste 5. Klasse begonnen, die Oberstufe der Primaryschool. Die Unterrichtszeiten in den Klassen 5 bis 7 sind erhöht: So finden am Wochenende und in den Ferien zusätzliche Kurse in den Hauptfächern statt.

Die Lehrersituation der Grundschule ist aufgrund familiärer Umstände von Kolleginnen und Kollegen immer noch unruhig.  Der Wissensstandard der Schülerinnen und Schüler in Vergleichsarbeiten mit anderen Schulen ist sehr gut.


Rückblick: 10 Jahre Zinunula – Festakt im Klosterhof

Mit fast hundert Gästen feierten wir ein fröhliches Fest im Klosterhof in Kusterdingen. Mitglied und Kassenprüferin Dr. Ursula Bleyenberg, Bad Tölz, hat dazu folgenden Artikel verfasst:

Die Kinder nicht alleine lassen
Bericht über die Feier des zehnjährigen Bestehens
des Vereins „Zinunula e. V.“

„Kinder dieser Welt“ – Mit diesem Lied beginnt die Jubiläumsfeier für „Zinunula e. V. - Verein zur Förderung der Bildung und Erziehung in Uganda“. Zinunula heißt übersetzt: „der Kümmerer“. Die Bühne ist gefüllt mit über 50 Kindern der Härtenschule, der Grundschule von Kusterdingen, die unter der Leitung der Konrektorin, Vivienne Glora, das Publikum im Klosterhof rhythmisch einstimmen. Sie sind mitreißend und passen zu dem, was Zinunula will, nämlich Kindern in Uganda eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Der Abend zum zehnjährigen Bestehen des Vereins findet im Klosterhof in Kusterdingen statt. Der Raum ist lichtdurchflutet und der Außenbereich bietet viel Platz zum Herumtollen und Spielen. Viele Menschen füllen den Klosterhof an diesem Abend. Außer Susanne Enders-Jazvec, Schulleiterin der Härtenschule, sind noch andere Vertreter von Partnerschulen in Stuttgart (Sabine Albrecht, Lindenrealschule, und Sascha Weigand, Brunnenrealschule) anwesend.

Johannes Benzing aus dem Vorstand moderierte den Abend. Nach dem gelungenen musikalischen Auftakt folgen zahlreiche Gruß- und Dankesworte. Das Projekt lebt nämlich von der Unterstützung vieler Hände. 
Mit ihm ist Bischof Serverus Jjumba von der Diözese Masaka nach Kusterdingen gekommen. Er nahm sich eine Woche Zeit, um mit vielen Menschen zu sprechen, die das Projekt unterstützen. Ihm verdankt der Verein, dass das Bistum ein Grundstück für den Bau zur Verfügung stellte. Er bildet einen verlässlichen Partner vor Ort. Am Vortag gab es ein Treffen von Bischof Jjumba mit seinem Amtsbruder, Bischof Dr. Klaus Krämer von der Diözese Rottenburg-Stuttgart, und Frau Eva Binder-Aklender, Referentin der Diözese für die Weltkirche, bei dem die Entwicklung weiterer Projekte der Diözese Masaka mit der Diözese Rottenburg -Stuttgart ausführlich dargestellt werden konnte. Lobend wurde in den Gesprächen die Zuverlässigkeit und Korrektheit in allen finanziellen Belangen erwähnt, die bedingt, dass gerade Projekte aus Masaka, zu der auch die Schule „Zinunula“ gehört, gerne unterstützt werden. Bischof Jjumba nutzte auch die Gelegenheit im Dom zu Rottenburg den Sonntagsgottesdienst mit zu zelebrieren.

Hans-Peter Krüger, Pfarrer (i.R.) der Evangelisch-Württembergischen Landeskirche, und Dr. Ursula Bleyenberg, Religionslehrerin i.R. und Theologin, gestalteten den geistlichen Impuls. Nach einem kurzen Interview mit den Gästen über die Entstehung des Schulprojekts und die Erwartungen für die Zukunft,  berichtete Krüger von seinem Besuch in Bukulula/Uganda im letzten November, von seiner Erfahrung der großen Offenheit und Herzlichkeit der Kinder dort. Er schlägt einen Bogen zu dem Bild von Emil Nolde, mit dem Titel „Christus und die Kinder“, von 1910. Jesus wendet sich darauf von den Jüngern ab, den Kleinen zu, die mit glänzenden Augen seine Nähe suchen. Das Bild ist eine Darstellung der Szene aus dem Markusevangelium, 10, 13-16: „Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. […] Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.“ Das will Zinunula: sich liebevoll den Kindern zuwenden. Ganz besonders gilt das den behinderten Kindern, die in Kindergarten und Schule bevorzugt aufgenommen, gefördert und mit einem Stipendium unterstützt werden. Zurzeit gibt es 142 Schülerinnen und Schüler, 17 davon haben körperliche oder geistige Einschränkungen. Gerade sie haben meist keine Chance in Uganda. 

Das anschließende Essen mit verschiedensten Speisen aus der ostafrikanischen Küche war hervorragend. Viele helfende Hände hatten alles vorbereitet. Dabei blieb viel Zeit zum Austausch. - Im letzten Teil des Abends füllten vor allem Tanz und Trommelmusik die Bühne. Francis Ssentumbwe ist selbst begeisterter Trommler. Mit ihm musizierten und tanzten einige Freundinnen und Freunde aus Uganda, die in Deutschland leben. Dabei wurde die große kulturelle Vielfalt des Landes Uganda sinnfällig.

Egal, welche religiösen Vorstellungen der Einzelne hat: Es geht um die Kinder und die Bedeutung ihrer Bildung für die Entwicklung der Gesellschaft in Uganda. Dieses Projekt lebt aus christlicher Motivation und zeigt einmal mehr, dass der Glaube überall Menschen inspirieren und die ganze Gesellschaft verändern kann, in Deutschland, in Uganda und anderswo.


Du kannst helfen!

Erst einmal vielen Dank euch allen, die ihr jetzt schon ein Kind unterstützt. Damit ermöglicht ihr Kindern mit Beeinträchtigungen oder aus schwierigen Lebenssituationen den Schulbesuch. Das neue Trimester begann am 18.05.2026.

Momentan suchen wir noch Unterstützung für:

Magala Isaac, KG1, 4 Jahre alt. Seine Mutter starb zwei Wochen nach seiner Geburt. Der Vater und dessen Familie sind nicht bekannt. Jemand aus der Nachbarschaft mit “einem guten Herzen“ kümmert sich um das Kind, aber kann für ihn kein Schulgeld bezahlen.

Du kannst entweder ein „halbes“ Stipendium in Höhe von 25.-€ monatlich oder ein „Vollstipendium“ in Höhe von 50.-€ übernehmen. 

Jetzt ein Stipendium übernehmen.

Ein Stipendium ist jederzeit zum 31.12. eines jeden Kalenderjahres kündbar. 
Die erste SEPA-Abbuchung startet jeweils zu Beginn des Trimesters, also 01.Januar, 01. Mai oder 01. September des Kalenderjahres. 

Wir freuen uns, wenn noch viele von euch mitmachen oder Werbung machen.

Bau einer Mauer um das Schulgelände
Dank eurer vielfältigen Spenden war es uns im Februar möglich, 5.000.-€ der Schule zur Verfügung zu stellen, um eine Mauer zu bauen. Der Bewegungsdrang der mental eingeschränkten Kinder machte es dringend notwendig, dass die Schule zur stark befahrenen Straße hin eine Sicherung hatte. Aber auch für das Internat ist die Mauer zur Sicherheit aller Kinder und deren Betreuer notwendig. Die Behörden hatten die fehlende Geländeabsicherung schon mehrmals angemahnt und nun Druck gemacht. 

Bau von Werkräumen
Zum 3. Mal wurde der von uns gestellte Antrag bei SEZ (Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg) abgelehnt. Dank großzügiger Spenden von Dr.Dr. Heike von Benda sowie Dr.Dr. Hans-Otto und Renate Frey können wir dennoch die Werkräume für Holz- und Textilarbeiten bauen. Baubeginn ist damit schon im Juni 2026. Der fachpraktische Unterricht ab Klasse 5 vermittelt den Schülerinnen und Schülern Basiskompetenzen im handwerklichen Bereich. Viele unserer Schülerinnen und Schüler werden nach der 7. Klasse (Ende der Primary School) keine weitere Schule mehr besuchen dürfen. Somit haben sie in der Grundschule Fertigkeiten erlernt, mit denen sie eine kleine Anstellung in Betrieben erhalten können. Vor allem für Mädchen ist das Verdienen von eigenem Geld sehr wichtig, da viele von ihnen aufgrund der familiären Armut momentan gezwungen werden, in eine partnerschaftliche Beziehung zu gehen und noch als Teenager schwanger werden. 
 
Im Zusammenhang mit den Werkräumen ist auch der Transport eines Containers mit Schulmöbeln, Werkmaschinen, Nähmaschinen etc. geplant.
 
Falls jemand von euch Kontakte hat, um weitere Maschinen für die Holz- und Textilarbeit zu unserer Schule zu senden, melde sich bitte bei David Krüger, Vorstandsmitglied. (david@zinunula.org)


Termin der Mitgliederversammlung

Aufgrund der zeitintensiven Vorbereitung des Festakts muss die im 1. Halbjahr vorgesehene Mitgliederversammlung nun auf den 17.09.2026,
19.00 Uhr (online) verschoben werden. Die Einladung hierzu wird im August versandt. Mitgliedsbeiträge werden somit erst im Oktober abgebucht. 


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